Max breite dachgaube niederkrüchten
Einleitung
möchten sie eine dachgaube mit maximaler breite in niederkrüchten bauen, sind sich aber unsicher bezüglich der erforderlichen fundamente bei den lokalen bodenverhältnissen? Als erfahrener baustatiker mit zulassung nach §63 bauo NRW erläutere ich ihnen die wichtigsten aspekte. Technische anforderungen (din 18300, bauo NRW)
die ausführung von erdarbeiten und fundamenten wird maßgeblich durch die din 18300 (vob/c: erdarbeiten) und die bauordnung NRW (bauo NRW) geregelt.
Für die gründung von gauben, insbesondere bei nachträglicher errichtung, sind folgende punkte relevant:
- bauo NRW, § 8 (grundflächenzahl und geschossflächenzahl): die gaube muss in die zulässigen kennwerte ihres grundstücks passen.
- bauo NRW, § 9 (abstandsflächen): die geplanten abstandsflächen der gaube zu nachbargrundstücken müssen eingehalten werden.
- din 18300, abschnitt 3.2.1 (bodenklassen): die klassifizierung des bodens ist entscheidend für die wahl der gründung.
Typische bodenarten im raum niederkrüchten sind sandige lehme und moränen.
- din en 1997-1 (eurocode 7: entwurf, berechnung und bemessung von gründungungen - teil 1): dieser normenkomplex (gemeinsam mit nationalen anhängen) ist die grundlage für die statische bemessung des fundaments, unter berücksichtigung von bodenkennwerten und lasten aus der gaube.
Schritt-für-schritt-anleitung
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Schritt 1: überprüfung der lokalen vorschriften und des baugrunds
informieren sie sich bei der stadt niederkrüchten über den flächennutzungsplan und etwaige bebauungspläne.Ermitteln sie die bodenart auf ihrem grundstück. Eine einfache visuelle prüfung (klebrig, rissig bei trockenheit deutet auf lehm hin) oder eine detaillierte bodenprobe durch ein fachunternehmen sind hierbei ratsam. Achten sie auf schutzgebiete.
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Schritt 2: ermittlung der lasten
berechnen sie die lasten, die durch die gaube auf die bestehende dachkonstruktion und somit auf die fundamente übertragen werden.Dies umfasst das eigengewicht der gaube (konstruktion, dämmung, eindeckung) sowie nutzlasten (schnee, wind). Konsultieren sie hierfür einen statiker.
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Schritt 3: auswahl und bemessung des fundaments
basierend auf dem bodengutachten (falls vorhanden oder erstellt) und den berechneten lasten wird das geeignete fundament gemäß din en 1997-1 und den vorgaben der bauo NRW bemessen.Bei typischen lehmböden in NRW ist eine frostsichere gründungstiefe von mindestens 80 cm anzustreben. Die dimensionierung erfolgt durch einen qualifizierten tragwerksplaner.
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Schritt 4: erstellung von genehmigungsunterlagen
reichen sie den bauantrag mit allen erforderlichen plänen (grundrisse, schnitte, ansichten), statischen berechnungen und gegebenenfalls einem bodengutachten bei der zuständigen baubehörde ein.Die dokumentation sollte detailliert sein, um rückfragen zu vermeiden.
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Schritt 5: ausführung und abnahme
die ausführung der erdarbeiten und fundamente muss gemäß den anerkannten regeln der technik erfolgen. Eine qualifizierte bauleitung ist unerlässlich. Nach fertigstellung erfolgt die behördliche abnahme.